Duration:
Die einsamen Wächter Amazoniens 19d 18n
Starting From $7,861.25
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19 Tage, einschließlich Belém und Manaus
Price schedule
Group tour
Price $0.00 / pax
Description
Der Pico da Neblina ist Teil des Imeri Massifs und liegt im Bundesstaat Amazonas. Seine nördlichen Ausläufer bilden die Grenze zu Venezuela. Der Berg liegt im 22.000 km² großen Nationalpark gleichen Namens und ist schwer zugänglich. Den Teilnehmern unserer Expedition wird ein einmaliges Erlebnis geboten, wenn sie in die Tiefen der unberührten und ungezähmten Wildnis vordringen und ein großartiges Spektrum von komplexen Lebensformen und die Interaktion in Flora und Fauna des Tropischen Regenwaldes kennenlernen. Die drei wichtigsten Vegetationsstufen in Amazonien sind die Igapós, überfluteter Wald im Tiefland, der Várzea-Wald mit seinen fruchtbaren Böden und die terra firme mit ihren cirka 215 Arten an Harthölzern allein. Daneben haben wir den Nebelwald am Pico da Neblina, wo die Vielfalt von Epiphyten, Orchideen und Bromelien seinesgleichen sucht und damit den Reisenden und Naturliebhaber für den anstrengenden Aufstieg reich entlohnt.
Das Zielgebiet ist eine weit abgeschiedene Region, die im tiefsten Amazonien liegt. Ausgangspunkt der Expedition ist das Städtchen São Gabriel da Cachoeira, das in zweistündigem Linienflug ab Manaus erreicht werden kann. Großflächig angelegte landwirtschaftliche Aktivitäten wie Sojaplantagen, Rinderzucht, Holzschlag wird man hier vergeblich suchen. Die Region beherbergt auch das größte Yanomami Reservat Brasiliens.
Über den von „Amazon Neblina Tours” ins Leben gerufene Fond NOTIWA – Zukunft Yanomami erhält die AYRCA, Yanomami Gemeinschaft des Rio Cauaburi und seinen Nebenflüssen, von jedem Reisenden, der das Reservat betritt und sich in einem der Dörfer für einige Tage aufhält, 200 US$. Es ist vereinbart, dass dieses Geld für die Gesundheitsfürsorge der Yanomami Kinder und deren Ausbildung unter Berücksichtigung traditioneller Werte verwandt wird. Im Gegensatz zu Anderen, vor allem auch Nicht-Regierungsorganisationen und Privatpersonen machen wir hierüber keine Publicity in den Medien.
Der Stamm der Yanomami besiedelt allein in Brasilien mit einer Bevölkerung von 15.682 Menschen eine Region von 96.650 km² in den Bundesstaaten Amazonas und Roraima. Auf der venezolanischen Seite dürfte der Stamm in Fläche und Einwohner etwa gleich groß sein. Jäger und Ackerbauer des Tropischen Regenwaldes, die sie seit jeher sind, sahen sie sich wie andere indigene Kulturen Brasiliens von ständigen Invasionen vor allem von Goldsuchern, Holzfällern und von eingeschleppten Krankheiten bedroht.
Obwohl die Verwaltung der Indianergebiete der BundesbehördeFUNAI untersteht, hat der Stamm seit jeher eine gewisse Sonderstellung. Den Behörden begegnet man sehr selbstbewusst und artikuliert und vertritt unter gemeinsamer, gut organisierter Führung Entscheidungen und Interessen des Stammes. Die Yanomami nennen ihr Land „urihi” oder Waldland. Dieser Raum, den wir Natur nennen und der uns für die ökonomische Ausbeutung zur Verfügung steht, ist für die Yanomami nicht inaktiv, sondern eine lebende Einheit, eingebettet in ein komplexes System von kosmischer Dynamik und Austausch zwischen Menschen und Nichtmenschen. Ein Raum, der heute bedroht ist von blindem Raub durch den weißen Menschen. Wie einst der visionäre Führer Davi Copanawa Yanomami warnte:
„Das Waldland kann nur sterben, wenn es vom weißen Mann zerstört wird. Dann werden Bäche und Flüsse verschwinden und Erde und Bäume werden vertrocknen und die Felsen und Berge in der Hitze auseinanderbrechen. Die xapiripë Geister, die im Hochland leben und im Wald spielen, werden dann fliehen und ihre Väter, die Schamanen, können sie nicht mehr anrufen, um uns vor Schaden zu bewahren. Das Waldland wird trocken und leer und die Schamanen werden die Rauchepidemien nicht mehr zurückdrängen können und andere schlechte Ereignisse weden uns Krankheiten bringen. Dann werden alle sterben.”
Um dieses einzigartige Ökosystem, genannt Amazonien, besser kennen zu lernen, haben wir in den Reiseablauf einen Aufenthalt in Belém eingebaut, der Hafenstadt am Atlantik und Hauptstadt des Bundesstaates Pará, von wo aus die Region Anfang des 17. Jahrhunderts von den portugiesischen Kolonisatoren erkundet wurde. Wir halten auch einen Tag in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, für wichtig, um die vergangene und gegenwärtige Entwicklung der Region zu verstehen. Ausgangspunkt der Expedition ist São Gabriel da Cachoeira (SGC), Militärstützpunkt und Salesianermission am Oberlauf des Rio Negro. SGC ist per Linienboot oder Flugzeug (zweimotorige Turboprop) ab Manaus zu erreichen. Ab SGC geht es 85 km per Auto mit 4-Radantrieb über abenteuerliche, fast immer schwer verschlammte Lehmpisten, zur Ablegestelle des Rio Ia-mirim. Von dort aus sind wir mit dem Boot zwei weitere Tage unterwegs auf dem Rio Ia und Cauaburi bis zur Mündung des Rio Tucano, ab der wir unsere Expedition zu Fuß fortsetzen. Nach fünf Tagen Aufstieg (36 km) erreichen wir den Gipfel des Pico da Neblina.
Wissenschaftliche Bedeutung
Neben der landschaftlichen Schönheit von Brasiliens höchstem Gipfel ist es die wissenschaftliche Bedeutung des Pico da Neblina Nationalparks, die von vielen berühmten Forschern wie De Spruce, McGuire, Froes, Vanzoline, Prance, Pires und anderen als absolut spektakulär herausgestellt wird.
Die Hochwiesen des Pico da Neblina zeigen die größte bekannte endemische Dichte aller brasilianischen Hochlandformationen auf und ca. 50% der unentdeckten Arten sind völliges Neuland für die Wissenschaft. Ohne Zweifel wird die Zukunft hier eine neue Welt enthüllen, vor allem in der Botanik.
Einige Tier- und Pflanzenarten, die in der Region beobachtet werden können:
* Papageien
Gelbbrust-Aras, Grüne Aras, Ara chloroptera, Ara macao, Kurzschwanzamazone
* Andere Vogelarten
Bunt- und Riesentukane, Halsbandarassaris, Schlangenhalsvögel, Erzfischer, farbenprächtige Kolibris, mehrere Raubvogelarten, exotische Tangare
* Spinnen
Vogelspinnen (Theraposa leblondi), Geißelspinnen, Schwarze Witwe (Latraodectus mactans), Loxoceles, Phoneutria, Lycosas
* Säugetiere
Faultiere, Capyvara (Wasserschweine), Tapire, Riesenotter, Paca, schwarze und braune Brüllaffen, Kapuzineraffen, Spinnenaffen, Boto-Flussdelfine
* Fische
Zierfische, Piranhas, Piracuru
* Reptilien
Buschmeister, Lanzenotter, Erzspitznattern, Kaimane, Grüner Leguan
* Amphibien
Pfeilgiftfrösche, Baumsteigerfrösche
* Schildkröten
Arraus
* Schmetterlinge
Papilio, Heliconius, Morpho-Falter
* Bromelien und Orchideen
Peitschenorchideen, Coriantes, Cataseto, Aechea aquilega, fleischfressende Arten wie Hellianphora tatei var.neblina, Brachinnia, Drosera, Utricularias und die erst vor einigen Jahren entdeckte Art Heliamphora hispida spec.nov
* Gehölze
Bis zu 50 Meter hohe Paranussbäume (Bertholletia excelsia), Kautschukbäume (Hevea brasiliensis), Kaschubaum, Assai- und Buriti-Palmen (Euterpe sp.)
und viele, viele mehr...
Eingeschlossene Leistungen
* Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer in Belém (2), Manaus (1) und Einzelzimmer in São Gabriel da Cachoeira (2)
* Flug von Manaus nach São Gabriel da Cachoeira und zurück mit Trip Linhas Aéreas
* Alle Transfers
* Alle Verpflegungskosten und nicht-alkoholischen Getränke
* Expeditionsausrüstung, Zelte und Hängematten
* Boote und Bootsfahrer, Benzin
* Erfahrene, qualifizierte Expeditionsleitung, verlässliche Yanomami und Tukano oder Baré Índio-Guides und -Träger
* Beitrag zum Fond NOTIWA (Zukunft Yanomami)
* Eintrittsgeld für den Nationalpark
Unsere Leistungen beginnen in Belém und enden in Manaus. Die Kosten für die internationalen Flüge, sowie den Flug von Belém nach Manaus sind nicht im Preis eingeschlossen.
Zahlungsbedingungen
Nach Erhalt unser Buchungsbestätigung ist eine Anzahlung von 30% auf unser Konto fällig. Der Rest ist zahlbar 40 Tage vor Reiseantritt. Reservierungen müssen mindestens 90 Tage vor Reiseantritt gemacht werden.
Beste Reisezeit
November – April
Termine 2010
04.01.2010 – 22.01.2010
01.02.2010 – 19.02.2010
08.03.2010 - 26.03.2010
05.04.2010 – 23.04.2010
Maximale Teilnehmerzahl: 6
Schwierigkeitsgrad
Das Trekking ist anspruchsvoll und nur für ausdauernde Bergwanderer geeignet. Das Gelände ist teilweise sehr schwierig, man geht über Wurzeln, durch Morast, über Felsen und nasse Steine und das letzte Stück zum Gipfel angeseilt. Eine sehr gute physische Kondition ist erforderlich.
Klima
Äquatorialklima, durchschnittlich 80% Luftfeuchtigkeit, ganzjährig hohe Temperaturen über 25ºC, Niederschläge 3496 mm/Jahr! In grösseren Höhen ist es neblig und sehr feucht.
Nicht vergessen mitzubringen
Gewöhnliche Trekkingausrüstung, wasserdichte Wanderstiefel und Gummisandalen, Regenjacke und Regenschutz für den Rucksack, Rucksack 30 Liter und Hauptgepäck 70 Liter, Schlafsack -5°C, Kopflampe.
Haftungsausschluss
Diese Tour hat Expeditionscharakter. Flüsse und Regenwald ersetzen die reiseüblichen Autobahnen, Straßen und Landstrassen. Die unterwegs angetroffenen Bedingungen werden für den Reisenden vollständig neu sein. Ein demgemäßes Verhalten und eine psychische Bereitschaft für die andersartige und faszinierende Umgebung sind Voraussetzung. Unvorhergesehenes kann passieren, worauf der Reisende flexibel reagieren muss und dies, je nach den Umständen, gelassen oder blitzschnell. Die Guides mit ihrer Kenntnis der Umwelt sind erfahrene Trekker und Expeditionsleiter und absolut zuverlässig. Die Bereitwilligkeit der Reisenden zu Kooperation und tolerantem Umgang mit den anderen Teilnehmern ist auch in extremen Situationen gefordert. Als Veranstalter lehnen wir die Haftung für jede Art von Risiko auf der Reise ab.
Das Zielgebiet ist eine weit abgeschiedene Region, die im tiefsten Amazonien liegt. Ausgangspunkt der Expedition ist das Städtchen São Gabriel da Cachoeira, das in zweistündigem Linienflug ab Manaus erreicht werden kann. Großflächig angelegte landwirtschaftliche Aktivitäten wie Sojaplantagen, Rinderzucht, Holzschlag wird man hier vergeblich suchen. Die Region beherbergt auch das größte Yanomami Reservat Brasiliens.
Über den von „Amazon Neblina Tours” ins Leben gerufene Fond NOTIWA – Zukunft Yanomami erhält die AYRCA, Yanomami Gemeinschaft des Rio Cauaburi und seinen Nebenflüssen, von jedem Reisenden, der das Reservat betritt und sich in einem der Dörfer für einige Tage aufhält, 200 US$. Es ist vereinbart, dass dieses Geld für die Gesundheitsfürsorge der Yanomami Kinder und deren Ausbildung unter Berücksichtigung traditioneller Werte verwandt wird. Im Gegensatz zu Anderen, vor allem auch Nicht-Regierungsorganisationen und Privatpersonen machen wir hierüber keine Publicity in den Medien.
Der Stamm der Yanomami besiedelt allein in Brasilien mit einer Bevölkerung von 15.682 Menschen eine Region von 96.650 km² in den Bundesstaaten Amazonas und Roraima. Auf der venezolanischen Seite dürfte der Stamm in Fläche und Einwohner etwa gleich groß sein. Jäger und Ackerbauer des Tropischen Regenwaldes, die sie seit jeher sind, sahen sie sich wie andere indigene Kulturen Brasiliens von ständigen Invasionen vor allem von Goldsuchern, Holzfällern und von eingeschleppten Krankheiten bedroht.
Obwohl die Verwaltung der Indianergebiete der BundesbehördeFUNAI untersteht, hat der Stamm seit jeher eine gewisse Sonderstellung. Den Behörden begegnet man sehr selbstbewusst und artikuliert und vertritt unter gemeinsamer, gut organisierter Führung Entscheidungen und Interessen des Stammes. Die Yanomami nennen ihr Land „urihi” oder Waldland. Dieser Raum, den wir Natur nennen und der uns für die ökonomische Ausbeutung zur Verfügung steht, ist für die Yanomami nicht inaktiv, sondern eine lebende Einheit, eingebettet in ein komplexes System von kosmischer Dynamik und Austausch zwischen Menschen und Nichtmenschen. Ein Raum, der heute bedroht ist von blindem Raub durch den weißen Menschen. Wie einst der visionäre Führer Davi Copanawa Yanomami warnte:
„Das Waldland kann nur sterben, wenn es vom weißen Mann zerstört wird. Dann werden Bäche und Flüsse verschwinden und Erde und Bäume werden vertrocknen und die Felsen und Berge in der Hitze auseinanderbrechen. Die xapiripë Geister, die im Hochland leben und im Wald spielen, werden dann fliehen und ihre Väter, die Schamanen, können sie nicht mehr anrufen, um uns vor Schaden zu bewahren. Das Waldland wird trocken und leer und die Schamanen werden die Rauchepidemien nicht mehr zurückdrängen können und andere schlechte Ereignisse weden uns Krankheiten bringen. Dann werden alle sterben.”
Um dieses einzigartige Ökosystem, genannt Amazonien, besser kennen zu lernen, haben wir in den Reiseablauf einen Aufenthalt in Belém eingebaut, der Hafenstadt am Atlantik und Hauptstadt des Bundesstaates Pará, von wo aus die Region Anfang des 17. Jahrhunderts von den portugiesischen Kolonisatoren erkundet wurde. Wir halten auch einen Tag in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, für wichtig, um die vergangene und gegenwärtige Entwicklung der Region zu verstehen. Ausgangspunkt der Expedition ist São Gabriel da Cachoeira (SGC), Militärstützpunkt und Salesianermission am Oberlauf des Rio Negro. SGC ist per Linienboot oder Flugzeug (zweimotorige Turboprop) ab Manaus zu erreichen. Ab SGC geht es 85 km per Auto mit 4-Radantrieb über abenteuerliche, fast immer schwer verschlammte Lehmpisten, zur Ablegestelle des Rio Ia-mirim. Von dort aus sind wir mit dem Boot zwei weitere Tage unterwegs auf dem Rio Ia und Cauaburi bis zur Mündung des Rio Tucano, ab der wir unsere Expedition zu Fuß fortsetzen. Nach fünf Tagen Aufstieg (36 km) erreichen wir den Gipfel des Pico da Neblina.
Wissenschaftliche Bedeutung
Neben der landschaftlichen Schönheit von Brasiliens höchstem Gipfel ist es die wissenschaftliche Bedeutung des Pico da Neblina Nationalparks, die von vielen berühmten Forschern wie De Spruce, McGuire, Froes, Vanzoline, Prance, Pires und anderen als absolut spektakulär herausgestellt wird.
Die Hochwiesen des Pico da Neblina zeigen die größte bekannte endemische Dichte aller brasilianischen Hochlandformationen auf und ca. 50% der unentdeckten Arten sind völliges Neuland für die Wissenschaft. Ohne Zweifel wird die Zukunft hier eine neue Welt enthüllen, vor allem in der Botanik.
Einige Tier- und Pflanzenarten, die in der Region beobachtet werden können:
* Papageien
Gelbbrust-Aras, Grüne Aras, Ara chloroptera, Ara macao, Kurzschwanzamazone
* Andere Vogelarten
Bunt- und Riesentukane, Halsbandarassaris, Schlangenhalsvögel, Erzfischer, farbenprächtige Kolibris, mehrere Raubvogelarten, exotische Tangare
* Spinnen
Vogelspinnen (Theraposa leblondi), Geißelspinnen, Schwarze Witwe (Latraodectus mactans), Loxoceles, Phoneutria, Lycosas
* Säugetiere
Faultiere, Capyvara (Wasserschweine), Tapire, Riesenotter, Paca, schwarze und braune Brüllaffen, Kapuzineraffen, Spinnenaffen, Boto-Flussdelfine
* Fische
Zierfische, Piranhas, Piracuru
* Reptilien
Buschmeister, Lanzenotter, Erzspitznattern, Kaimane, Grüner Leguan
* Amphibien
Pfeilgiftfrösche, Baumsteigerfrösche
* Schildkröten
Arraus
* Schmetterlinge
Papilio, Heliconius, Morpho-Falter
* Bromelien und Orchideen
Peitschenorchideen, Coriantes, Cataseto, Aechea aquilega, fleischfressende Arten wie Hellianphora tatei var.neblina, Brachinnia, Drosera, Utricularias und die erst vor einigen Jahren entdeckte Art Heliamphora hispida spec.nov
* Gehölze
Bis zu 50 Meter hohe Paranussbäume (Bertholletia excelsia), Kautschukbäume (Hevea brasiliensis), Kaschubaum, Assai- und Buriti-Palmen (Euterpe sp.)
und viele, viele mehr...
Eingeschlossene Leistungen
* Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer in Belém (2), Manaus (1) und Einzelzimmer in São Gabriel da Cachoeira (2)
* Flug von Manaus nach São Gabriel da Cachoeira und zurück mit Trip Linhas Aéreas
* Alle Transfers
* Alle Verpflegungskosten und nicht-alkoholischen Getränke
* Expeditionsausrüstung, Zelte und Hängematten
* Boote und Bootsfahrer, Benzin
* Erfahrene, qualifizierte Expeditionsleitung, verlässliche Yanomami und Tukano oder Baré Índio-Guides und -Träger
* Beitrag zum Fond NOTIWA (Zukunft Yanomami)
* Eintrittsgeld für den Nationalpark
Unsere Leistungen beginnen in Belém und enden in Manaus. Die Kosten für die internationalen Flüge, sowie den Flug von Belém nach Manaus sind nicht im Preis eingeschlossen.
Zahlungsbedingungen
Nach Erhalt unser Buchungsbestätigung ist eine Anzahlung von 30% auf unser Konto fällig. Der Rest ist zahlbar 40 Tage vor Reiseantritt. Reservierungen müssen mindestens 90 Tage vor Reiseantritt gemacht werden.
Beste Reisezeit
November – April
Termine 2010
04.01.2010 – 22.01.2010
01.02.2010 – 19.02.2010
08.03.2010 - 26.03.2010
05.04.2010 – 23.04.2010
Maximale Teilnehmerzahl: 6
Schwierigkeitsgrad
Das Trekking ist anspruchsvoll und nur für ausdauernde Bergwanderer geeignet. Das Gelände ist teilweise sehr schwierig, man geht über Wurzeln, durch Morast, über Felsen und nasse Steine und das letzte Stück zum Gipfel angeseilt. Eine sehr gute physische Kondition ist erforderlich.
Klima
Äquatorialklima, durchschnittlich 80% Luftfeuchtigkeit, ganzjährig hohe Temperaturen über 25ºC, Niederschläge 3496 mm/Jahr! In grösseren Höhen ist es neblig und sehr feucht.
Nicht vergessen mitzubringen
Gewöhnliche Trekkingausrüstung, wasserdichte Wanderstiefel und Gummisandalen, Regenjacke und Regenschutz für den Rucksack, Rucksack 30 Liter und Hauptgepäck 70 Liter, Schlafsack -5°C, Kopflampe.
Haftungsausschluss
Diese Tour hat Expeditionscharakter. Flüsse und Regenwald ersetzen die reiseüblichen Autobahnen, Straßen und Landstrassen. Die unterwegs angetroffenen Bedingungen werden für den Reisenden vollständig neu sein. Ein demgemäßes Verhalten und eine psychische Bereitschaft für die andersartige und faszinierende Umgebung sind Voraussetzung. Unvorhergesehenes kann passieren, worauf der Reisende flexibel reagieren muss und dies, je nach den Umständen, gelassen oder blitzschnell. Die Guides mit ihrer Kenntnis der Umwelt sind erfahrene Trekker und Expeditionsleiter und absolut zuverlässig. Die Bereitwilligkeit der Reisenden zu Kooperation und tolerantem Umgang mit den anderen Teilnehmern ist auch in extremen Situationen gefordert. Als Veranstalter lehnen wir die Haftung für jede Art von Risiko auf der Reise ab.
Erster Tag
Ankunft in Belém am frühen Nachmittag. Die Gruppe wird vom Reiseleiter abgeholt und ins Hotel gebracht. Ausruhen von der Anreise, danach erste Besprechung bei einem Welcome-Drink und anschließendes Abendessen. Übernachtung.
Zweiter Tag
Die Hauptstadt des Bundesstaates Pará im Norden Brasiliens liegt am 250 km breiten Amazonasdelta. Seit seiner Gründung im Jahre 1616 gilt Belém als Eingangstor zur gesamten Amazonas-Region. Am Morgen besuchen Sie das Goeldi-Museum, das das bekannteste Amazonas-Forschungsinstitut sowie einen Botanisch-Zoologischen Garten mit Arten ausschließlich der Region beherbergt und damit einen ersten Vorgeschmack auf Flora und Fauna der amazonensischen Wälder gibt. Das Mittagessen nehmen wir in einem der Restaurants mit typischer nordbrasilianischer Küche ein. Am Nachmittag begeben wir uns dann auf Sightseeing-Tour durch die koloniale Altstadt mit ihren Kirchen, Festungen, dem prächtigen Teatro da Paz, das wie sein bekannterer Bruder, das weltberühmte Theater in Manaus, während des Kautschukbooms erbaut wurde. Exotische Produkte bestaunen wir danach auf dem berühmten Markt Mercado Ver-o-Peso („Prüf das Gewicht“) mit seinen zahlreichen Süß- und Salzwasserfischen, Elixieren aus Giftschlangen und jeder nur erdenklichen Art von Heilkräutern und schmackhaften Früchten aus Amazonien. Den Abend verbringen Sie an den alten Kaianlagen am Hafen, die kürzlich schön restauriert wurden. Hier am Flussufer des Rio Guamá erwarten Sie verschiedene Kunsthandwerksläden sowie überraschend originelle und schicke Bars und Restaurants. Auf einer Terrasse unter ausgedienten Kranstrukturen mit Blick auf den Fluss genießen Sie die frische Brise und eiskaltes Bier im einzigen Brauereiausschank in der ganzen Amazonas-Region. Nach dem Abendessen geht es zurück ins Hotel. Übernachtung.
Dritter Tag
Transfer zum Flughafen von Belém und Flug nach Manaus, Ankunft etwa um die Mittagszeit und Transfer zum Hotel. Nach dem Mittagessen steht eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Manaus ist das Eingangstor zum inneren Amazonas-Gebiet und von besonderer Bedeutung für die Eroberung der gesamten Region, wovon die Urwaldoper und der Hafen ein reiches Zeugnis ablegen. Falls die Zeit es zulässt, beobachten wir noch den Zusammenfluss des Rio Negro und des Rio Solimões, die gemeinsam den Amazonas bilden.
Vierter Tag
Früher Abflug mit Trip Linhas Aéreas nach São Gabriel da Cachoeira, am Oberlauf des Rio Negro, wo die Gruppe von Expeditionsleiter Henrique Leão „Branco“ begrüsst wird. Transfer ins Hotel. Während eines Rundgangs durch das Städtchen holen wir die Genehmigungen der Nationalparkbehörde und derFUNAI ein. Danach werden die letzten Vorbereitungen für die Expedition getroffen, die gesamte Ausrüstung und das Gepäck überprüft. Am späten Nachmittag testen wir die Außenbordmotoren anlässlich einer Einbaumfahrt durch die Stromschnellen des Rio Negro. Beim Abendessen schließlich wird das gesamte Team den Teilnehmern vorgestellt. Übernachtung in São Gabriel da Cachoeira.
Fünfter Tag
Rund dreistündige Fahrt ab 8 Uhr morgens mit dem 4x4 Allrad Geländewagen von São Gabriel da Cachoeira <1> über Erdstraßen zur 85 km entfernten Bootsablegestelle „Frente Sul” des Ia mirim Flusses <2> und Verladen der Ausrüstung. Die Bootstour startet auf dem Fluss Ia mirim, der nach etwa 30 Minuten Fahrt in seinen Namensvetter mündet, den größeren Ia Fluss. Anderthalb Stunden später wird der Cauaburí Fluss erreicht <3> und nach weiteren drei Stunden Fahrt auf dem Cauaburí gelangen wir zum natürlichen Kanal Maturacá, wo wir unsere leichten Aluminiumboote festmachen. Ein Camp wird errichtet an einem sicheren Platz am Flussufer, um zu vermeiden, dass es nach heftigen Regengüssen am Oberlauf des Flusses durch plötzliche Flutwellen flussabwärts weggespült werden kann. Im Dorf Maturacá holen wir unsere Yanomami-Guides und -Träger zum gemeinsamen Abendessen ab, was in der Zwischenzeit zubereitet wurde. Übernachtung in Hängematten.
Sechster Tag
Abfahrt vom Camp um 8 Uhr morgens zur Mündung des Rio Tukano <4>, die vor 12 Uhr erreicht sein sollte. Boote werden verzurrt, ein Teil der Verpflegung, der Ausrüstung und des Benzins für den Rückweg wird gut versteckt zurückgelassen. Nun beginnt die Wanderung zum Pico da Neblina. Nach 3 Stunden steiler Strecke auf und ab gelangen wir zum zweiten Camp, genannt Cachoeira do Tukano (Wasserfall). Das Camp ist ein von den Yanomami auf Dauer errichtetes Jagdlager mit kleinen Bananen- und Maniokpflanzungen, aus denen sie ihren Proviant für ihre Streifzüge im Wald beziehen. Hier gibt es die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad in den Stromschnellen. Angeln am Wasserfall könnte je nach Erfolg unser Abendessen bereichern. Übernachtung entweder in Hängematten oder in Zelten.
Siebenter Tag
Wie gewöhnlich brechen wir nach dem Frühstück etwa um 8 Uhr auf, heute zu Camp 3, genannt Bebedouro Velho („alte Quelle“). Für die 12 km Trekking auf mal schwierigerem, mal einfacherem Gelände, das regelmäßige Pausen erfordert, brauchen wir schätzungsweise 6 bis 7 Stunden. Bebedouro Velho liegt auf 400 m NN und bietet uns einen herrlichen Ausblick auf den Pico da Neblina und die umliegenden Berge. Mit der Hilfe unserer Yanomami-Guides wird das Camp errichtet, Feuer angezündet und das Abendessen zubereitet. Für die Übernachtung haben Sie die Wahl zwischen Hängematte und Zelt!
Achter Tag
Vom Camp Bebedouro Velho führt uns ein anstrengender Weg mit steilen Auf- und Abstiegen zum Bebedouro Novo <6> („neue Quelle“). Mit 460 m Höhenunterschied zum Bebedouro Velho und 12,5 km Trail sind wir nun auf 860 m über dem Meeresspiegel angelangt und haben bereits 25 km durch täglich rund 6 bis 7 Stunden Hiking bewältigt. Das Camp wird an einem schönen Fleckchen am Cuiabixi Fluss aufgeschlagen, wo man sich wundervoll vom Wasserfall massieren lassen kann. Nachts schlafen wir wieder in Hängematten.
Neunter Tag
Heute haben wir einen 6 km kurzen, jedoch steilen Aufstieg vor uns, der uns auf eine Höhe von 2000 m NN führt. Wie üblich, benötigen wir dafür durchschnittlich 6-7 Stunden. Auf dem Weg zum Basis-Camp <7>, das direkt unterhalb des Gipfels des Pico da Neblina liegt, fällt die Temperatur und die Vegetation verändert sich. Um dorthin zu gelangen, müssen wir über eine Reihe von natürlichen Hindernissen wie Wurzeln, Bäume, Felsbrocken und Flüsse, um schließlich den Weg durch ein wasserunterspültes Torfplateau zu bewältigen, auf dem man bei jedem Schritt leicht bis zum Knien im Morast stecken bleiben kann. Nach der Ankunft, einer wohlverdienten Ruhepause und der Errichtung des Camps kann ganz in der Nähe das einfache Lager eines einsamen Goldgräbers besucht werden, der uns –zur Abscheu der Umweltschützer in der Gruppe– zeigen kann, wie er Gold am Flussufer wäscht. Für den heutigen Tag, der sicher für die meisten von uns sehr anstrengend war, ist nichts weiter geplant.
Zehnter Tag
Die letzte Etappe (6 km) zur Spitze des Pico da Neblina <8> nimmt cirka 7 Stunden Bergtrekking in Anspruch, davon drei Stunden auf sumpfigen Gelände, weitere drei Stunden leichtes Klettern über Felsbrocken und teilweise lockere Steine und die letzte Stunde Gehen am Seil. Klettererfahrung ist jedoch nicht nötig. Wenn alles reibungslos abläuft, wird eine müde, aber glückliche Gruppe auf dem 2994 m hohen Gipfel gegen 15 Uhr ankommen, also noch bei Tageslicht. Bei gutem Wetter bieten sich traumhafte Ausblicke auf das Imeri Massiv sowie über die unendlichen amazonensischen Regenwälder bis tief hinein nach Venezuela. Für die Übernachtung auf dem Gipfel in unseren Zelten benötigen Sie einen Schlafsack für niedrige Temperaturen bis zu -5ºC und warme Kleidung.
Elfter Tag
Da wir schon in der Gegend sind, werden wir es uns nicht nehmen lassen, auf Brasiliens zweithöchsten Berg, den benachbarten 2972 m NN hohen Pico 31 de Março zu steigen. Früher Aufbruch vom Pico da Neblina, um zum 31 de Março zu trekken. Wir verweilen ein wenig auf dem Gipfel, bevor wir auf demselben Weg den Abstieg beginnen, der uns zum Pico da Neblina geführt hatte. Etwa um 17 Uhr werden wir das Basis-Camp erreichen, wo wir auch übernachten.
Zwölfter Tag
Wir haben einen zusätzlichen Tag aus Sicherheitsgründen eingeplant, um auf eventuelle schlechte Wetterbedingungen vorbereitet zu sein und auch, um die Gegend um das Plateau beim Basis-Camp zu erkunden. Denn hier gibt es eine Fülle von endemischen Arten, vor allem Orchideen und Bromelien, einschließlich Carnivoren, die das Herz eines jeden Botanikers höher schlagen lassen. Entdeckungen einer seltenen Art sind durchaus möglich. Auch eine große Artenvielfalt von Vögeln ist hier zu sehen. Dieser Tag kann allerdings auch vor dem Aufstieg zum Gipfel oder direkt nach der Rückkehr von der Bergspitze eingeschoben werden. Dies wird die Expeditionsleitung je nach den Umständen entscheiden.
Dreizehnter Tag
Wir brechen unser Lager ab, packen unsere Ausrüstung und machen uns an den Abstieg zurück zum Bebedouro Novo, wo wir etwa um 14 Uhr ankommen werden. Für den Rest des Tages sind keine weiteren Aktivitäten geplant. Wir sind wieder am Rio Cuiabixi angelangt, der mit seinem herrlichen Wasserfall zum Baden und erfrischendem Duschen einlädt.
Vierzehnter Tag
Um den achtsstündigen direkten Abstieg zum Camp Cachoeira do Tukano zu bewältigen, legen wir mehrere Pausen ein. Ein belebendes Bad im Tukano Fluss nach der Ankunft wird uns dabei helfen, Körper und Geist zu entspannen. Übernachtung im Camp Cacheira.
Fünfzehnter Tag
Weiterer Abstieg zur Mündung des Rio Tukano. Hier nehmen wir das auf der Hinfahrt versteckte Equipment, den Proviant und das Benzin wieder auf und machen die Boote reisefertig. Ab geht's zum Yanomami-Dorf Maturacá. Ankunft voraussichtlich gegen Ende des Tages. Wir verbringen die Nacht bei den Yanomamis in ihren traditionellen Hütten.
Sechzehnter Tag
Heute haben wir die seltene Gelegenheit, das größte Yanomami-Dorf auf brasilianischem Boden zu besuchen, in dem rund 2000 Yanomamis leben. Wir werden ihren Häuptling treffen und für die Gruppenmitglieder interessante Themen besprechen. Das Kunsthandwerk der Yanomamis, von den Frauen des Stammes hergestellt, ist bekannt für seine Schönheit und Qualität. Wir werden beeindruckt sein, wie sehr sie sich der Arbeit widmen, während wir zuschauen, wie sie aus natürlichen Ressourcen, vor allem Fasern, Holz und Ton, ihr Kunsthandwerk produzieren. Wir werden einen Einblick in die heutige Lebensweise der Yanomamis gewinnen sowie in die vergangener Zeiten, in ihre Traditionen, werden ihr Essen kennenlernen, ihre Maniokpflanzungen besuchen und zusehen, wie sie ihr Mehl herstellen, was wesentlicher Bestandteil der Ernährung der indigenen Bevölkerung und generell der meisten Brasilianer ist. Besonders berührend ist der Kontakt mit den fröhlichen Kindern. Der Aufenthalt in Maturacá verschafft uns einen echten Einblick in die Realität der brasilianischen Indianer heute und speziell des berühmten Yanomami-Stammes.
Siebzehnter Tag
Auf den Flüssen Cauaburi, dem größeren Iá und dem Iá mirim fahren wir zurück zur Bootsablegestelle Frente Sul, von wo aus wir mit unserem Jeep zurück in die Stadt São Gabriel da Cachoeira gebracht werden. Die Ankunft ist für den späten Nachmittag geplant. Im Hotel „Deus me deu“ oder „Gott hat's mir gegeben“ erwartet uns eine heiße Dusche. Danach gehts zum Abendessen ins beste Restaurant der Stadt. Unsere Luxus-Unterkunft wird uns ein echtes Bett und eine Klimaanlage für die letzte Nacht bescheren, was Sie hoffentlich nicht während der Expedition vermisst haben.
Achtzehnter Tag
Wir schlagen Ihnen vor, mit uns durch die kleine Stadt zu bummeln und etwas von der Geschichte der Region zu erfahren, außerdem die Salesianerkirche und den Hafen zu besuchen. Dann gehts zum Packen zurück ins Hotel. Nach dem Mittagessen Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Manaus um 17:48 Uhr, Ankunft 20:00 Uhr.
Neunzehnter Tag
City Tour und je nach Ihrer Abflugszeit von Manaus, besichtigen Sie, falls es nicht bei der Ankunft möglich war, das Naturschauspiel des Zusammenflusses des Rio Negro und des Rio Solimões, die gemeinsam den Amazonas bilden. Transfer zum Flughafen und Rückflug in Ihre Heimatländer.


